Akne-Beratungstipps: Das hilft gegen Pickel, Mitesser & Co.

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Foto: iStock/Obencem

Akne ist eine Thematik, die viele betrifft – nicht nur Jugendliche in der Pubertät. Einzelheiten zu den Auslösern, Schweregraden und der effektiven Behandlung der Entzündungen erfährst du im heutigen Beitrag.

Akne – was sind die Ursachen?

Akne ist eine Erkrankung des Talgdrüsenapparates und der Haarfollikel, die durch die vermehrte Androgenausschüttung in der Pubertät entsteht. Sie führt zu einer Verhornungsstörung der Talgausführgänge und somit Komedonen (Mitesser). Falls eine bakterielle Infektion eintritt, bilden sich Pickel, Pusteln oder Knoten.

Auch durch die Menstruation, das Absetzen der Anti-Baby-Pille oder in den Wechseljahren kann es zu Hormonschwankungen kommen, die eine Akne begünstigen. Neben den hormonellen Faktoren können psychischer Stress, die Einnahme bestimmter Medikamente (z. B. Kortikoide, Anabolika, Antibiotika, Chemotherapeutika oder Neuroleptika), komedogene Kosmetika, Nikotinkonsum sowie eine fett-, kuhmilch- und zuckerreiche Ernährung Akne begünstigen oder deren Erscheinungsbild verschlimmern.

Welche Formen werden unterschieden?

Die Erkrankung tritt in verschiedenen Ausprägungsformen auf. Meist tritt Akne im Gesicht auf – vor allem in der sogenannten T-Zone (Stirn, Nase und Kinn). Seltener kommt sie an Rücken und Dekolleté vor.

Als Acne vulgaris wird die gewöhnliche Akne bezeichnet, die durch hormonelle Veränderungen während der Pubertät verursacht wird. Meist sind Jungen stärker betroffen als Mädchen. Je nach Schweregrad werden drei Formen unterschieden:

  1. Acne comedonica, (Gesicht und selten am Rücken)
  2. Acne papulopustulosa (Mitesser sowie entzündete Pickel an Gesicht und Rücken)
  3. Acne conglobata (schmerzhafte Knoten, die Narben hinterlassen)

Weiterhin gibt es die Neugeborenen- sowie Kleinkindakne, die durch UV-Strahlung und Hautfette verursachte Mallorca-Akne und die im Achsel- und Intimbereich auftretende Akne inversa.

Behandlung von Akne: Ernährung, Hautpflege und Medikamente

Leichte Akneformen können mit einer entsprechenden Hautpflege behandelt werden. Einmal am Tag sollte die Haut mit einer milden, pH-hautneutralen Waschlotion gereinigt und anschließend mit einer Feuchtigkeitscreme auf Wasserbasis gepflegt werden. Fettige oder ölhaltige Cremes dürfen auf keinen Fall verwendet werden, da sie die Poren zusätzlich verstopfen können. Viele Kosmetikhersteller haben eine Serie für Aknehaut im Repertoire. Eine vitaminreiche, gesunde Ernährung, die möglichst zucker- sowie fettarm ist und auf Kuhmilchprodukte verzichtet, kann das Erscheinungsbild der Akne wesentlich verbessern.

Bei schwereren Fällen mit starken Entzündungen sollte ein Dermatologe hinzugezogen werden. Die lokale und äußerliche Behandlung kann mit Lösungen, Cremes und Gelen erfolgen. Das antibakterielle Benzoylperoxid kann eingesetzt werden – über einen begrenzten Zeitraum Antibiotika, Azelainsäure, Alpha-Hydroxysäuren (Fruchtsäuen) und Retinoide (Vitamin-A-Säure-Derivate). Sie wirken der Verhornung entgegen, öffnen die Poren und hemmen die Entzündung.

Falls die lokale Therapie nicht ausreichend ist, werden zusätzlich systemische Wirkstoffe in Form von Tabletten oder Kapseln verschrieben. Bei Frauen kann die Einnahme einer Anti-Baby-Pille mit einer antiandrogenen Gestagenkomponente sowohl die Empfängnis verhüten als auch die Akne wesentlich verbessern. In Kombination mit lokal wirksamen Mitteln wie Retinoiden oder Azelainsäure ist nach ca. einem halben Jahr eine verminderte Talgproduktion spür- und sichtbar.

Auch Antibiotika (meist Tetrazykline wie Minocyclin oder Doxycyclin) werden mit äußerlichen Mitteln kombiniert, um kurzfristige und effektive Erfolge gegen die Akne zu erzielen.

Äußerst wirksam bei schweren Akneformen sind Retinoide (meist Isotretinoin). Da sie allerdings eine teratogene Wirkung haben, muss bei Frauen während und drei Monate nach der Behandlung eine Schwangerschaft zuverlässig verhindert werden.

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