Endivie und Haferflocken: Diese Lebensmittel helfen bei Sodbrennen
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Foto: istock.com/AndreyPopov

Viele von uns plagen regelmäßig Beschwerden wie Sodbrennen, Blähungen und Völlegefühl. Um diesen vorzubeugen oder sie zu lindern, reicht in leichten Fällen schon der Griff zum richtigen Lebensmittel.

Das sind die größten Magenfreunde- und feinde

Ingwer tut dem Magen gut. Er fördert die Durchblutung und regt die Freisetzung von verdauungsfördernden Bitterstoffen, Bauchspeicheldrüsensekret und Gallenflüssigkeit an. Nach einem schweren, fettigen Essen kann ein Tee aus der frischen Ingwerknolle wohltuend wirken. Reichlich Bitterstoffe sind zudem in Salaten wie Endivie und Rucola, Radicchio sowie Chicorée enthalten. Auch in Grapefruits und Rosenkohl finden sie sich.

Magenfreunde: Quark und Haferflocken

Eine kleine Portion Quark kann bei akutem Sodbrennen helfen. Der Trick: Quark enthält viel Eiweiß sowie Stärke und ist basischer als der saure Mageninhalt. Dadurch kann er als chemischer Puffer wirken.

Haferflocken sind wahre Alleskönner für Magen und Darm: Sie liefern Ballaststoffe, die eine gesunde Darmflora und somit das gesamte Immunsystem fördern. Bei Sodbrennen kann ein mit Wasser oder Milch aufgekochter Haferbrei wohltuend sein. Er bindet die Magensäure und kurbelt die Verdauung an. Zudem schont er die Magenschleimhaut: Die unverdaulichen Ballaststoffe halten nach dem Verzehr der Haferflocken wie eine Schutzschicht den sauren Magensaft von ihr fern.

Knoblauch und Zwiebeln lange garen

Lauchgewächse wie Knoblauch und Zwiebeln begünstigen Blähungen, vor allem wenn du sie roh verzehrst. Je länger sie gegart werden, desto weniger kommt es zu Verdauungsproblemen. Besonders schonend wird die zwiebelhaltige Mahlzeit, wenn du ein Teesieb mit ganzen Kümmelkörnern mitziehen lässt. Der Trick: Die magenschonenden ätherischen Öle des Kümmels sind im Essen vorhanden, nicht aber sein Geschmack. Auch Scharfes bedeutet Stress für den Magen. Chili und Pfeffer sollte man bei einem anfälligen Magen deshalb am besten meiden.

Pfefferminztee ist keine gute Idee

Von frischer und getrockneter Minze als Tee raten Experten bei Sodbrennen ab. Das in ihr enthaltene Pfefferminz-Öl kann die Freisetzung von Magensäure fördern. Da aber genau sie das Problem bei Sodbrennen ist, ist dieser Effekt kontraproduktiv. Besser sind Kräutertees mit Anis, Fenchel und Kümmel. Die enthaltenen ätherischen Öle beruhigen den Magen und steuern Sodbrennen und Völlegefühl entgegen. Hinweis: Bei all diesen Tipps handelt es sich nur um Anregungen für eine den Magen schonende Ernährung. Diese sollen keine ärztliche oder medikamentöse Therapie ersetzen.

Gelegentliches Sodbrennen kann außerdem mit einem Antazidum behandelt werden. Wiederkehrendes Völlegefühl und Sodbrennen können verschiedene Ursachen wie zum Beispiel die Refluxkrankheit oder eine Infektion mit dem Keim Helicobacter pylori haben. Hast du dauerhaft Beschwerden, sollten sie in jedem Fall von einem Arzt abgeklärt werden.

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