Jetzt gegen die Grippe impfen lassen?
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Eine Grippeschutzimpfung kann jetzt sinnvoll sein, denn auch bei der Influenza kann es zu schweren Verläufen kommen. Doch für wen wird sie empfohlen und wann zahlt die Krankenkasse?

Zu spät für die Impfung ist es noch nicht. Aktuell zeigt sich die Karte mit den gemeldeten Fällen des Robert-Koch-Institutes noch in einem entspannten Dunkelblau. Ihren Höhepunkt mit orangener Färbung erreicht die Grippewelle meist erst im neuen Jahr, in den Monaten Februar bis April. Wichtig zu wissen: Bei der Influenza kann in Kombination mit Sars-CoV-2 eine bakterielle Superinfektion drohen, die den ohnehin geschwächten Körper enorm belasten würde.

Impfung für das Apothekenpersonal?

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Grippeschutzimpfung für medizinisches Fachpersonal sowie für Personen mit erhöhtem Publikumsverkehr. Deutlicher geht sie auf Apotheken-Mitarbeiter*innen leider nicht ein. Allerdings stehst du am HV-Tisch häufig erkrankten Personen gegenüber, sodass ein Schutz gegen Grippeviren sinnvoll ist. Am besten sprichst du deinen Arzt auf das Thema an.

Wer sich jetzt gegen die Influenza schützen sollte

Zusätzlich kannst du im Kundengespräch über die Möglichkeit einer Grippeschutzimpfung informieren. Sie wird von der STIKO für alle Senior*innen über 60 Jahren empfohlen. Sie haben ein erhöhtes Risiko für Komplikationen wie Lungenentzündungen, die für sie tödlich enden können. Auch Schwangere ab dem vierten Schwangerschaftsmonat wird die Impfung angeraten. Bei chronischen Grunderkrankungen sogar schon im ersten Schwangerschaftsdrittel. Zudem wird die Injektion bei vielen chronischen Grundleiden wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Nierenkrankheiten, Diabetes sowie neurologischen Erkrankungen von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen empfohlen.

Krankenkasse zahlt

Die gesetzliche Krankenkasse übernimmt die Kosten für alle Versicherten, für die die Grippeimpfung gemäß der STIKO angeraten wird. Doch Nachfragen lohnt sich auch für andere: Manche Krankenkassen zahlen sie für alle Versicherten im Rahmen ihrer freiwilligen Zusatzleistungen. Andere erstatten je nach Einzelfall, beispielsweise nach dem Urteil des behandelnden Arztes. Für privat Versicherte gelten ähnliche Regelungen für die Kostenübernahme.

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